G+J: Nachhaltigkeit als zentrales Unternehmensziel

Teresa Schönheit, Chief Sustainability Officer bei Gruner + Jahr, hat es sich zur Aufgabe gemacht, G+J zu einem nachhaltigeren Verlag zu machen – in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht. So möchte der Verlag bis zum Jahr 2030 klimaneutral sein und nutzt seine journalistische Reichweite, um facettenreich über Nachhaltigkeit zu berichten. Die Ad Alliance sprach mit Teresa zu den Schwerpunkten der Nachhaltigkeitsstrategie.

Teresa, du bist Nachhaltigkeitsverantwortliche bei G+J. Was sind deine Aufgaben und was macht deinen Bereich aus?

Nachhaltigkeit ist eine der größten Aufgaben unserer Zeit. Es ist uns nicht mehr genug, in unseren Medien über das Thema zu berichten und uns in vielen einzelnen Projekten zu engagieren. Daher haben wir Nachhaltigkeit zu einem Teil unserer Strategie gemacht. Als Unternehmen möchten wir langfristig wirtschaftlich erfolgreich sein und dabei unsere ökologische und soziale Verantwortung wahrnehmen. Das über die Unternehmensbereiche hinweg in Einklang zu bringen und G+J nachhaltiger zu machen, ist mein Job.

Welche Rolle nehmen nachhaltige Themen in euren journalistischen Inhalten ein?

Als Verlagshaus sehen wir es als unsere Pflicht, über zentrale Themen wie die Klimakrise zu informieren und zu sensibilisieren – das tun starke Marken wie etwa GEO bereits seit Jahrzehnten mit einem sich kontinuierlich verstärkenden Fokus, ein aktuelles Beispiel ist die sechsteilige Nachhaltigkeitsserie. Erst kürzlich hat der STERN der Klimakrise eine komplette Ausgabe und seine Website-Inhalte in Kooperation mit der Bewegung „Fridays for Future” gewidmet. Daneben entwickeln wir neue Produkte und gehen Kooperationen ein. So haben wir mit BRIGITTE BE GREEN ein erfolgreiches neues Magazin auf den Markt gebracht, das Lust macht auf Nachhaltigkeit. Gerade erst ist der dazugehörige Podcast erschienen.

Wie profitieren unsere Marktpartner davon?

Wir erreichen insgesamt eine große Vielfalt an Zielgruppen und schaffen für unsere Marktpartner attraktive, glaubwürdige und neue Umfelder. Wir sprechen sehr spitze Zielgruppen, aber auch die breite Bevölkerung an. Zusammen mit unseren Partnern der Bertelsmann Content Alliance nutzen wir darüber hinaus unsere gesamte mediale Kraft und Reichweite, um auf zukunftsrelevante Themen aufmerksam zu machen. Die jährlichen Nachhaltigkeitswochen sind da ein gutes Beispiel: Mit dem Fokus auf verantwortungsvolle Ernährung haben wir im September 2020 rund ein Drittel der Deutschen erreicht, wovon 75 Prozent in Zukunft bewusster einkaufen und 50 Prozent künftig weniger Lebensmittel verschwenden wollen.*

Neben den passenden Umfeldern möchten wir unseren Partnern aber auch umweltfreundlichere Möglichkeiten in der Herstellung bieten. Da testen wir gerade verschiedenen Formate, wie beispielsweise die Option, Sonderinsertionen wie Anzeigenbeileger oder Beihefter klimaneutral bei uns zu produzieren. Auch bei Produktproben beraten wir unsere Kunden zu umweltfreundlicheren Ansätzen.

Stichwort Produktion: Über Nachhaltigkeit zu berichten ist das eine, danach zu handeln ja das andere. Wie geht G+J das an?

Wir haben bei G+J eine umfassende Strategie entwickelt, wie wir in allen Unternehmensbereichen nachhaltiger werden können. Neben der Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle und zukunftsfähiger Produkte liegt ein Schwerpunkt auf dem Klima- und Umweltschutz. Unser Ziel ist es, bis 2030 klimaneutral zu sein. Um das zu erreichen analysieren wir genau, wie viele Emissionen wir verursachen – und wie wir diese vermeiden oder reduzieren können. Ab dem kommenden Jahr beziehen wir an nahezu allen deutschen Standorten 100 Prozent Ökostrom. In der Magazinproduktion gestalten wir den Einsatz von Papier, Lacken, Farben und Verpackungen noch umweltfreundlicher und arbeiten intensiv mit unseren Dienstleistern daran, die CO2-Emissionen im Produktionsprozess zu verringern. Beispielsweise drucken wir unsere Magazine GEOLINO, GEOLINO MINI, BRIGITTE WOMAN und BRIGITTE BE GREEN seit einiger Zeit auf Recyclingpapier. Wir sind als G+J im vergangenen Jahr nachhaltiger geworden. Gleichzeitig wissen wir, dass wir noch viel vor uns haben und sind hoch motiviert, es anzupacken.

Hinweis: Weitere Informationen zur G+J Nachhaltigkeitsstrategie sind auf der Website des Verlags zu finden.

* Quelle: Bevölkerungsrepräsentative Forsa Online In-Home-Befragung, Basis: n=1.505 Personen ab 14 Jahre, Befragung nach der Fokuswoche am 14.-15.09.2020